Fremde im Rhythmus des Alltags
Vom Balkon aus beobachte ich täglich denselben Weg mit derselben Brücke — und darauf Menschen, die mir immer vertrauter scheinen, obwohl ich sie nicht kenne. Denn ich sehe sie immer wieder: Auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen, auf dem Heimweg, beim Joggen, oder mit dem Hund. Ihre Routinen schreiben sich in meine Wahrnehmung ein. So entsteht eine merkwürdige Nähe, die doch Distanz bleibt — eine Geschichte über Bekanntheit und Unbekanntheit, die ich in meinen Bildern versuche festzuhalten.
Text + Bild: Christopher Wetton
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